Film

Sonntag, 28. Januar 2007

McCabe & Mrs. Miller (USA 1971)

"That man never killed anyone"

Welcher Star würde heute so eine Rolle annehmen? Warren Beatty, einer der prominentesten Schauspieler der späten 60er und 70er Jahre, wagte 1971 etwas. In dem Spätwestern McCABE & MRS. MILLER, spielt er einen Bordellbestitzer, Spieler, Trinker und Feigling in einem abgelegen Nest im kanadischen British Columbia.

Die Geschichte ist einfach. McCabe (Warren Beatty) führt sich als Pokerspieler ein und erkennt schnell, dass die meist männlichen Bewohnern der Bergarbeiterstadt Presbytarian Church etwas Unterhaltung brauchen. Er eröffnet ein Bordell. Die Geschöftsfrau Mrs. Miller (Julie Christie) bietet ihm einen Deal an. Sie wird Bordellleiterin. McCabe soll investieren. Als das Geschäftsmodell höchst erfolgreich funktioniert, will eine große Firma McCabe aufkaufen. Doch er lehnt ab. Drei Killer sollen ihn daraufhin lequidieren.

Warren Beatty bewegt sich murmelnd und stolpernd durch den Matsch der Pionierstadt. An der eigentlich Handlung zeigen weder er noch Regisseur Altman sich sonderlich interessiert. Wenn es bei einem historischen Film überhaupt möglich ist, hat McCABE & MRS. MILLER einen dokumentarischen Charakter. Kleine Beobachtungen sind dem Film wichtiger als eine spannungsgeladene Geschichte.

McCabe & Mrs. Miller
USA 1971
Regie: Robert Altman
Buch: Robert Altman, Brian McKay

Dienstag, 23. Januar 2007

The Prestige (USA 2006)

Sarah: "How do you do it?"
Alfred: "Magic."

Ein Film über Magier? Christopher Nolan hätte tief in die Trickkiste der Special Effects greifen können, doch er begnügt sich mit einem Strohfeuer und setzt die spärlichen Tricks ansonsten nur zur stimmungsvollen Gestaltung des historischen London an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert an. Stattdessen ist "The Prestige" ein echter Schauspielerfilm mit einem wunderbaren Ensemble. Christian Bale und Hugh Jackman liefern sich ein glänzendes Duell und in den Nebenrollen fallen David Bowie und Andy Serkis als ungleiches Gespann auf. Brilliant wie immer: Michael Caine.

"The Prestige" ist darüber hinaus ein - im besten Sinne - altmodischer Abenteuerfilm. Daran ändert auch die manchmal unnötig verschachtelte Erzählweise, auf die sich Nolan seit MEMENTO festgelegt hat, nichts. Mit zwar gut getimetem, aber oberflächlichem Spass wie PIRATES OF THE CARRIBEAN hat es es trotzdem nichts zu tun. Dazu sind Nolan und sein Bruder, der als Co-Auto fungiert, zu sehr an den Schattenseiten ihrer Charaktere interessiert.

The Prestige
USA 2006
Regie: Christopher Nolan
Buch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan

Montag, 15. Januar 2007

Babel (USA/Mexiko 2006)

„...We will find these people, wherever they are, we will find these people...“

Babel entführt ins in drei Welten – drei Regionen, die die Welt zusammenhalten und an denen sie auseinander zu brechen droht. Marokko, Mexiko und Japan. Regisseur Gonzales Innaritu verknüpft drei Geschichten mal kunstvoll, mal bemüht, aber immer dramatisch miteinander. Aktueller könnte ein Film nicht sein und er wird es noch für viele Jahre bleiben. Terrorismus, die Angst vor dem Fremden und auch dem Bekannten: BABEL war mit Sicherheit der wichtigste Film 2006.

Babel
USA/Mexiko 2006
Regie: Alejandro González Iñárritu
Buch: Guillermo Arriaga

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